Gut gegrillt ist der halbe Sommer

In den Sommermonaten verändert sich nicht nur die Außentemperatur, sondern auch die Aufgabenverteilung im Haushalt. Plötzlich sind alle Männer ganz scharf darauf, das Kochen zu übernehmen – vorausgesetzt natürlich, es wird unter freiem Himmel und auf offener Flamme gekocht. Mit anderen Worten: die Grillsaison hat begonnen.
 
Und weil es am, vorm und rund um den Grill oft heiß hergeht, finden Sie hier einige kluge, g’schmackige und ungewöhnliche Grillfakten.
 
So machen Sie der Kohle richtig Feuer..
 
Holzkohle ist der Klassiker am Grill. Schließlich verleiht sie dem Fleisch den typischen Grillgeschmack.
Um die Methode, mit der man die Kohle am Besten zum Glühen bringt, ranken sich seit jeher Geschichten und Mythen. Und jeder hat im Laufe der Jahre seine eigene Technik entwickelt. Wichtig ist auf jeden Fall, die Kohle rechtzeitig zu entzünden. Denn erst wenn sie weiß glüht, hat sie die richtige Temperatur erreicht.
Als probate Mittel um diesen Zustand zu erreichen, bieten sich zum Beispiel Anzündkamin und Flüssiganzünder an.
Während der Anzündkamin wahrscheinlich den stilvollen Griller anspricht, ist die Variante mit dem Flüssiganzünder die weitaus spektakulärere – aber auch risikoreichere.
Zündversuche mit Benzin, Brennspiritus und ähnlichem sollten Sie auf jeden Fall vermeiden, denn das Einzige, was dabei garantiert gegrillt wird, ist der Grillmeister selbst.
 
Macht ebenfalls Spaß: Grillen mit Gas.
 
Kein Wunder, dass in Amerika die meisten Griller mit Gas betrieben werden. Im Gegensatz zur Holzkohle muss man sich weder Gedanken übers Anzünden noch über die Entsorgung der Asche machen. Moderne Gasgriller erreichen in kürzester Zeit ihre Betriebstemperatur und bieten oft sogar verschiedene Temperaturbereiche für unterschiedliches Grillgut.
Wichtig ist der korrekte Umgang mit den Gasflaschen. Da das Gas praktisch geruchlos ist, muss nach dem Grillen auf jeden Fall kontrolliert werden, ob die Gaszufuhr tatsächlich abgeschaltet ist.
 
Warum das Fleisch vor dem Grillen rasten soll
 
Auch, wenn es oft ganz schnell geht, sobald das Fleisch einmal auf dem Griller gelandet ist - davor ist es ratsam, sich ordentlich Zeit zu lassen. Fleisch, Gemüse und anderes Grillgut sollten 1-2 Tage in der Marinade ziehen und damit den Geschmack aufnehmen. Mit welchen Geschmäckern Sie dabei experimentieren, bleibt Ihnen überlassen. Erlaubt ist, was schmeckt. Und wie wir wissen: Geschmäcker sind verschieden.
 
Als kleine Starthilfe für Ihre Experimentierfreude finden Sie hier einige Grill-Rezepte die alles sind, nur nicht gewöhnlich.
 
Vier Grillrezepte
 
Orientalische Marinade – ideal für Schweinefleisch
 
Zutaten (4 Portionen):
4 EL Sojasauce
2 EL Honig
4 EL Sherry
4 EL schwarzer Tee (ausgekühlt)
1 TL Zimt gemahlen
½ TL Nelken gemahlen
1 Knoblauchzehe gepresst
2 Prisen Pfeffer
 
Zubereitung:
Alle Zutaten in einer großen Schüssel gut durchmischen. Danach das Fleisch in Schichten einlegen. Kleinere Fleischstücke, zum Beispiel für Spieße, sollten mindestens 10 Stunden, größere Stücke mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen.
Während des Grillens das Fleisch mit der Marinade bestreichen – dann wird es besonders schön knusprig braun.
 
Zitronen-Chili Marinade für Hühnerfleisch
 
Zutaten (4 Personen):
3 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
1 Zitrone oder Limette, unbehandelt
2 Knoblauchzehen
1 EL Honig
1 Chilischote
 
Zubereitung:
Reiben Sie die Schale der Zitrone ab und pressen Sie anschließend den Saft aus. Nun die Chili aufschneiden, Kerne und Scheidewände entfernen und in kleine Stücke schneiden. Auch der Knoblauch wird in winzige Würfelchen geschnitten.
 
In einer Schüssel alle Zutaten miteinander verrühren, Hähnchenbrustfilet einlegen (im Ganzen oder gewürfelt, je nach geplanter Zubereitung) und 24 Stunden im Kühlschrank marinieren. Anschließend Grillen und erst danach eventuell salzen.
 
Gemüse aus der Glut
 
1 Melanzani
150 Gramm Käse in Scheiben (je nach Geschmack Gouda oder würzigerer Bergkäse)
80 Gramm Butter
4 große Tomaten
2 Knollen Fenchel
40 Gramm Frischkäse
4 Maiskolben
Gewürze je nach Vorlieben
 
Zubereitung:
Schneiden Sie die Melanzani in Scheiben und legen Sie dazwischen jeweils eine Scheibe Käse. Würzen und 20 g Butter in Flöckchen daraufsetzen. Den Fenchel vierteln, den Strunk herausschneiden, würzen und ebenfalls 20 g Butter daraufsetzen.
Tomaten kreuzweise einschneiden, mit Frischkäse füllen und gut würzen. Restliche Butter schmelzen und die Maiskolben damit bestreichen.
 
Jetzt 4 große Stücke Alufolie mit dem Gemüse befüllen und zu Päckchen zusammenfalten. In der Glut des Grills circa 15 Minuten garen – fertig!
 
Apfel-Nuss Sauce
 
Zutaten:
1 Apfel
2 EL Walnüsse
1 Viertel Topfen
3 EL Schlagobers
Zucker
Salz
Pfeffer
Milch
 
Zubreitung:
Apfel in kleine Teile schneiden. Die Walnüsse fein reiben. Den Topfen und das Schlagobers mischen und verrühren. Zucker, Salz, Pfeffer nach Geschmack dazugeben, anschließend die Masse mit etwas Milch verdünnen und fein rühren.

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